Eine Frage hat mich auf meinem eigenen Weg zum Channeling sehr lange begleitet:
Bilde ich mir das gerade nur ein?
Auch nachdem ich bereits für andere Menschen gechannelt hatte, kam dieser Gedanke immer wieder. Woher weiß ich, dass die Worte, Bilder oder Informationen, die zu mir kommen, nicht einfach aus meinem eigenen Kopf stammen?
Ich kenne diese Frage sehr gut. Und vielleicht kennst du sie auch.
Ich habe mein eigenes Channeling lange hinterfragt
Als ich mit dem Channeling begann, wollte ich nicht einfach alles für wahr halten, nur weil etwas in mir auftauchte. Ich wollte wissen, ob das, was ich wahrnehme, auch für andere stimmig ist.
Deshalb habe ich sogar andere Kolleginnen und Kollegen gebeten, für mich zu channeln. Ich wollte eine unabhängige Einschätzung – und sie bestätigten mein Channeling.
Das hat mir geholfen, mit der Zeit mehr Vertrauen in meine eigene Wahrnehmung zu entwickeln. Aber dieses Vertrauen entstand nicht plötzlich. Es wuchs durch viele Erfahrungen, durch Rückmeldungen und auch dadurch, dass ich mich selbst immer wieder hinterfragt habe.
Denn Vertrauen bedeutet für mich nicht, alles ungeprüft zu glauben. Ich möchte offen bleiben und gleichzeitig mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.
Dann kamen immer mehr Menschen
Während ich selbst noch viel hinterfragt habe, kamen immer mehr Menschen zu mir, die eine gechannelte Botschaft erhalten wollten. Viele erkannten sich darin wieder und bestätigten mir später, dass etwas sehr genau zu ihrer Situation gepasst hatte. Manchmal waren es auch Dinge, die ich vorher nicht wissen konnte.
Diese Erfahrungen haben mir natürlich geholfen. Sie haben mir gezeigt, dass ich meiner Wahrnehmung immer mehr vertrauen darf.
Trotzdem möchte ich auch heute nichts größer machen, als es für mich ist. Ich gebe das weiter, was ich wahrnehme. Was ein Mensch daraus macht und ob eine Botschaft für ihn stimmig ist, bleibt seine eigene Entscheidung.
Nicht jede Botschaft ist schön
Das ist mir besonders wichtig. Wenn Menschen eine gechannelte Botschaft erwarten, wünschen sie sich natürlich oft etwas Schönes: eine Bestätigung, etwas Hoffnungsvolles oder eine Antwort auf eine Frage, die sie schon lange beschäftigt.
Aber manchmal kommt etwas anderes.
Manchmal wird ein Thema angesprochen, das wir lieber nicht anschauen möchten – eine Angst, ein altes Muster, eine Beziehung oder vielleicht ein eigenes Verhalten.
Ich habe erlebt, dass Menschen eine Botschaft hinterfragt haben oder zunächst überhaupt nichts damit anfangen konnten. Manche wollten sie auch einfach nicht hören.
Das kann ich verstehen. Es ist leichter, etwas Schönes anzunehmen, als sich mit einer Seite von sich selbst auseinanderzusetzen, die man bisher lieber zur Seite geschoben hat.
Deshalb sage ich in solchen Situationen gerne:
Lass es eine Weile sacken.
Du musst nicht sofort entscheiden, ob eine Botschaft richtig oder falsch ist. Lass sie einfach einmal stehen. Vielleicht kommt ein Gedanke später wieder. Vielleicht erkennst du nach einiger Zeit einen Zusammenhang, den du zunächst nicht sehen konntest.
Und manchmal stellst du auch fest: Das ist für mich nicht stimmig.
Auch das darf sein.
Eine gechannelte Botschaft soll für mich niemals die eigene Entscheidung ersetzen. Sie kann einen Gedanken anstoßen, eine andere Perspektive eröffnen oder etwas sichtbar machen. Was man daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.
Mein Tipp, wenn du selbst channeln möchtest
Eine Empfehlung gebe ich Menschen, die beginnen, ihre eigene Wahrnehmung zu entwickeln, immer wieder mit:
Schreib beziehungsweise sprich jedes Wort aus, das kommt.
Wenn ein Wort auftaucht, schreib es auf. Wenn ein Satz kommt, sprich ihn aus. Wenn ein Bild erscheint, beschreibe es. Auch dann, wenn du denkst: „Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn“ oder „Das kann ich jetzt unmöglich sagen.“
Denn genau an dieser Stelle beginnt häufig unser eigenes Denken einzugreifen. Wir korrigieren, lassen etwas weg oder überlegen, was der andere wohl gerne hören möchte. Und irgendwann wissen wir selbst nicht mehr, was ursprünglich als Wahrnehmung da war und was wir selbst daraus gemacht haben.
Deshalb: Erst wahrnehmen, dann aussprechen oder aufschreiben und erst danach darüber nachdenken.
Und oft passiert dabei etwas Spannendes. Wenn du das, was kommt, nicht sofort bewertest oder zurückhältst, kommt manchmal noch mehr. Ein weiteres Wort, ein Bild, ein Gedanke oder eine Information.
Es ist, als würde sich Schritt für Schritt eine weitere Tür öffnen.
Manchmal erschließt sich der Zusammenhang erst später. Deshalb würde ich gerade am Anfang nichts vorschnell aussortieren, nur weil du es selbst nicht verstehst.
Vertrauen entsteht durch Erfahrung
Heute vertraue ich meinem Channeling deutlich mehr als früher. Aber dieses Vertrauen ist gewachsen – durch Erfahrungen, durch Beobachtung und durch die Rückmeldungen der Menschen, für die ich gechannelt habe.
Ich glaube deshalb nicht, dass man am Anfang vollkommen sicher sein muss. Zweifel dürfen dazugehören. Fragen dürfen dazugehören. Auch einmal etwas falsch einzuschätzen, gehört für mich zu einem ehrlichen Weg dazu.
Für mich schließen sich Vertrauen und kritisches Hinterfragen nicht aus. Im Gegenteil: Beides kann miteinander wachsen.
Ich möchte Channeling auch nicht mystischer darstellen, als es für mich ist. Für mich bedeutet es, mich für eine Wahrnehmung zu öffnen und das weiterzugeben, was kommt – und dabei mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben.
Vielleicht kennst du diesen Zweifel
Vielleicht hast du selbst schon einmal etwas wahrgenommen und sofort gedacht:
„Das bilde ich mir doch nur ein.“
Dann musst du diese Frage nicht sofort beantworten.
Beobachte. Schreib auf, was kommt. Sprich es aus. Sammle deine Erfahrungen und gib dir Zeit, deine eigene Wahrnehmung kennenzulernen.
So war es auch bei mir.
Aus einem langen und immer wiederkehrenden Zweifel ist mit der Zeit Vertrauen entstanden. Nicht blindes Vertrauen, sondern ein Vertrauen, das durch Erfahrung gewachsen ist.
Vielleicht beginnt dein eigener Weg deshalb nicht mit der Frage, ob du es schon kannst. Vielleicht beginnt er ganz einfach damit, dass du dich traust, das aufzuschreiben oder auszusprechen, was gerade in dir auftaucht.
Und dann schaust du, welche Tür sich als Nächstes öffnet.
Du möchtest dein eigenes Channeling kennenlernen?
Wenn du spürst, dass dich das Thema schon länger begleitet und du deine eigene Wahrnehmung besser kennenlernen möchtest, kannst du diesen Weg auch bewusst gehen.
In meiner Channeling-Ausbildung begleite ich Menschen dabei, ihre mediale Wahrnehmung zu entdecken, zu entwickeln und mehr Vertrauen in das eigene Erleben zu bekommen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell „richtige“ Botschaften zu bekommen. Es geht darum, die eigene Wahrnehmung kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln, Fragen stellen zu dürfen und Schritt für Schritt sicherer zu werden.
Wenn du mehr über die Ausbildung erfahren möchtest, findest du alle Informationen auf meiner Homepage unter „Angebote → Channeling-Ausbildung“.